Der Asustor AS-304T NAS-Server kann moderne ext4-Dateisysteme nicht mounten
Zuletzt verändert am 24. Juli 2026 • 2 Min. Lesezeit • 227 Wörter
Der Asustore AS-303T NAS-Server ist mittlerweile ziemlich alt (2013 gekauft), aber ich wollte ihn trotzdem behalten, um Backups aus den letzten etwa 15 Jahren zu speichern. Ursprünglich hatte ich vier 2TB-Laufwerke installiert, aber nun hatte ich zufällig vier alte 3TB-Laufwerke herumliegen und wollte diese nutzen, um die Speicherkapazität zu maximieren. Also habe ich erst einmal alle Daten vorübergehend vom RAID des NAS auf einige externe Laufwerke kopiert, und wollte danach den NAS-Server mit den 3TB-Laufwerken aufrüsten. Einen Teil der Daten habe ich über eine direkte Punkt-zu-Punkt-Ethernet-Kabelverbindung über meinen Labtop auf externe USB-Laufwerke kopiert. Das war eine schlechte Idee, denn als ich später versuchte, die Daten über den lokalen USB3-Anschluss des NAS zurückzukopieren, erkannte das Betriebssystem des NAS das ext4-Dateisystem nicht, das mein Ubuntu 24.04 verwendet hatte. Es stellte sich heraus, dass Asustor OS BusyBox v1.19.3 verwendet, und obwohl es ext4-Dateisysteme lesen kann, kennt es die modernen ext4-Funktionen nicht und konnte daher die USB-Laufwerke nicht mounten (der NAS-Server läuft mit der ADM-Version 3.5.9.RWM1, die ihr letztes Update am 29. August 2022 erhalten hat). Damit das Asustor-OS diese Laufwerke erkennt, musste ich das ext4-Dateisystem “downgraden”. Folgendes ist dafür notwendig:
Zuerst das Laufwerk unmounten, falls es gemountet ist:
umount /media/mjeltsch/BACKUP_DISK/Das Dateisystem auf Integrität prüfen:
e2fsck -f /dev/sda1Die 64-Bit-Adressierungsfunktion deaktivieren:
tune2fs -O ^64bit /dev/sda1Anscheinend kann man dasselbe mit diesem Befehl erreichen:
resize2fs -s /dev/sda1Die Funktion metadata_csum entfernen:
tune2fs -O ^metadata_csum /dev/sda1