Ein bisschen mit CSL herumspielen

Zuletzt verändert am 24. Juli 2026 • 2 Min. Lesezeit • 281 Wörter
Beim Verfassen von Manuskripten und Förderanträgen muss man das Literaturverzeichnis immer wieder aktualisieren.
Ein bisschen mit CSL herumspielen
Bild von Michael Jeltsch
Beim Verfassen von Manuskripten und Förderanträgen muss man das Literaturverzeichnis immer wieder aktualisieren. Dafür sind Literaturverwaltungssysteme da. Es gibt viele davon (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_reference_management_software)  . Ich habe bisher hauptsächlich EndNote, Bibus oder Zotero ( http://www.zotero.org  ) verwendet, das ich auch derzeit nutze. Es hat den Vorteil, dass es wirklich plattformübergreifend und Open-Source ist und sowohl mit LibreOffice als auch mit Microsoft Office kompatibel ist. In der Vergangenheit habe ich auch für kurze Zeit Papers (von Mekentosj, die behaupteten, sie würden NIEMALS eine Windows-Version herausbringen), Bookends, Mendeley und RefWorks (das von meiner Universität lizenziert ist) verwendet. Keines dieser Programme ist perfekt, und selbst das kommerziellste unter ihnen (Endnote, das mittlerweile zu Thomson Reuters gehört) hat eines meiner (MS Word-)Manuskripte bei einem Absturz komplett zerstört. Einige dieser Programme speichern die Formatierungsanweisungen für Inline-Zitate und das Literaturverzeichnis im sogenannten CSL (Citation Style Language, eine XML-ähnliche Sprache, http://en.wikipedia.org/wiki/Citation_Style_Language).Allerdings  konnte ich keinen einfachen Editor für CSL finden: Der in Zotero integrierte ist nicht besonders gut, ebenso wenig wie der Online-CSL-Editor ( http://editor.citationstyles.org/visualEditor).Ich  brauchte jedoch eine Möglichkeit, meine eigenen veröffentlichten Artikel schnell zu exportieren, um ein „Verzeichnis der Veröffentlichungen“ für Förderanträge zu erstellen. Daher habe ich in Zotero eine Gruppe angelegt und alle meine eigenen Veröffentlichungen dieser Gruppe hinzugefügt. Nun markiere ich sie alle, klicke mit der rechten Maustaste und wähle „Literaturverzeichnis aus Elementen erstellen“. Im sich öffnenden Dialog wähle ich den Stil aus und aktiviere die Optionsfelder „Literaturverzeichnis“ und „In die Zwischenablage kopieren“. Zurück in meinem Textverarbeitungsprogramm muss ich nur noch den Inhalt der Zwischenablage einfügen, und der Großteil der Arbeit ist erledigt. Da ich jedoch keinen passenden Stil dafür finden konnte, habe ich selbst einen erstellt (der auf dem Vancouver-Stil basiert). Ihr könnt ihn gerne verwenden…