Gefäßbiologie

Die Gefäßbiologie untersucht den Aufbau, die Funktion und die Entwicklung des Gefäßsystems, das sowohl Blut- als auch Lymphgefäße umfasst. Sie erforscht, wie Endothelzellen, Gefäßmuskelzellen und Perizyten miteinander interagieren, um den Blutfluss zu regulieren, die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen sicherzustellen und die Gewebehomöostase aufrechtzuerhalten. Das Verständnis der Gefäßbiologie ist von entscheidender Bedeutung, da Gefäßfunktionsstörungen zu vielen der häufigsten Todesursachen beitragen. Dazu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, neurodegenerative Erkrankungen, Krebserkrankungen sowie diabetesbedingte Komplikationen. Die gezielte Steuerung des Wachstums von Blut- und Lymphgefäßen hätte das Potenzial, die Behandlung ischämischer Erkrankungen und die Krebstherapie grundlegend zu verändern.